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Abebe Bikila – Der Mann, der barfuss lief

Laufbuch Paul Rambali: Der Mann der barfuss lief - Die Geschichte des Abebe Bikila

Abebe Bikila – Der Mann, der barfuss lief.

Autor: Paul Rambali

Titel: Der Mann der barfuss lief – Die Geschichte des Abebe Bikila

KLAPPENTEXT

Als Abebe Bikila 1960 barfuß den olympischen Marathon gewann, jubelte ihm die ganze Welt zu und wusste doch nichts über den unbekannten Äthiopier – über seine Kindheit in einem Dorf in der äthiopischen Hochebene, seinen Willen zu laufen, sein Land mit dem uralten Kaisergeschlecht. Die wahre Geschichte des großen Läufers Abebe Bikila ist auch eine Geschichte über Unterdrückung und Vorurteile und über die Kraft des Willens – und darüber, dass beim Lauf gegen die Zeit alle Menschen gleich sind.

REZENSSION

Abebe Bikila: Olympiasieger Rom Marathon 1960, Tokio Marathon 1964, Weltrekordler, Barfußläufer und erster Afrikaner der bei Olympia eine Medaille gewann.

Das Buch beschreibt seine beeindruckende Lebensgeschichte, seine Kindheit in einem äthiopischen Dorf, die Zeit in der äthiopischen Leibgarde Haile Selassies I und seinen langen Weg zu einem internationalen Sportidol.

Eindringlich wird die Bedeutung des Sports nicht nur für das Individuum, sondern für das Selbstwertgefühl ganzer Gesellschaften bzw. Nationen verdeutlicht.

Das Buch beschreibt alle für einen Läufer spannenden Themenbereiche, wie sportpsychologische Tricks, Wettkampftaktik, die vorherrschenden Trainingsmethoden der 50-er und 60-er Jahre und das Geheimnis der afrikanischen Langstreckenläufer. Gleichzeitig werden die Verbindung von Sport und Politik, die Entwicklung Afrikas, insbesondere die politischen Ereignisse der 60-er Jahre, in die Geschichte des Läufers Bikila integriert.

Besonders überzeugend schildert der Autor das Laufgefühl seiner Protagonisten, etwa wenn er Bikila sagen lässt:

„Er war ruhig, seine Sorgen verloren sich in einer tiefen, entspannenden Leere, die sich immer auftat, wenn er lief. Der Stand der Sonne und sein länger werdender Schatten in der Abenddämmerung zeigten ihm an, wie weit er inzwischen gekommen war. Er roch den wilden Salbei und den rosafarbenen Lorbeer, die seinen geschärften Sinnen süss und appetitlich erschienen. So war es immer wenn er lief: zuerst die Leere und dann nach einer Weile nahm er alles klarer und intensiver wahr.“

Die vielen Passagen über das Laufen haben mir am besten gefallen, weil man dort in den Beschreibungen des Autors seine eigenen Gedanken und Gefühle während des Laufens widererkennt.

Paul Rambali war Musikjournalist, Herausgeber von „The Face“ und hat mehrere Bücher geschrieben, unter anderem über Kultur und Leben in Entwicklungsländern. Er ist Mitautor der Autobiografie von Phoolan Devi „Ich war die Königin der Banditen“, die in 26 Ländern veröffentlicht wurde. Paul Rambali lebt in Paris.

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Veröffentlich am: November 8, 2014