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Running to the Limits

Running to the limitsFilminhalt Running to the Limits

Running to the Limits ist eine autobiografische Dokumentation des Briten Alex Vero. Alex Vero ist übergewichtig, unsportlich und verbringt seine Freizeit gerne in Pubs, als er beschließt  ein internationaler Topathlet zu werden und sich für den Olympischen Marathon 2008 in Peking zu qualifizieren. Um dieses Ziel zu erreichen muss er unter der Qualifikationsnorm von 2:20 Stunden bleiben, was 2005 nur 5 Läufern in Großbritannien gelang. Alex fängt an seinen gesamten Lebensstil zu ändern und über einen Zeitraum von drei Jahren wie ein professioneller Läufer zu leben und zu trainieren.

Obwohl er anfangs keine 5 Minuten am Stück laufen kann, macht er schnell Fortschritte, baut sein Training systematisch auf, schließt sich einer Laufgruppe an und engagiert einen erfahrenen Trainer. Während der Filmarbeit reist er in 7 Länder und trifft unter anderem Ron Hill, Bruce Tulloh, Keith Anderson, Bill Adcocks, Richard Nerurkar und den ehemaligen Weltrekordhalter Haile Gebreselassie. In Äthiopien lernt er den Schafhirten Mengsitu Abebe kennen mit dem er zusammen trainiert und dem er bei den bürokratischen Prozeduren hilft, um in Europa starten zu dürfen. Außerdem trainiert er mit der britischen Marathonhoffnung Ben Moreau.

Der Film beschäftigt sich mit allem was das Läuferherz begehrt. Leistungsdiagnostische Analysen und verschiedenste Theorien darüber wie Erfolg im Laufsport zu Stande kommt werden beschrieben. Kulturelle Einflüsse, Rollenvorbilder, Trainingsmethoden, sowie soziale und biologische Einflussfaktoren tragen alle zum Erfolg bei, aber am Ende entdeckt Alex, das es vor allem eine Eigenschaft ist, die einen erfolgreichen Läufer ausmacht.

Film Rezension Running to the Limits

Running to the Limits ist die beste Laufdokumentation, die ich bis jetzt gesehen habe. Der Film schafft es auf inspirierende und motivierende Weise zu zeigen zu was der Körper fähig ist, wenn man mit Leidenschaft, Motivation und Entschlossenheit trainiert. Auch wenn Alex Vero für sein Filmprojekt auf professionelle Trainingsbetreuung und Leistungsdiagnostik zurückgreifen konnte, kann er mit seiner Geschichte sicherlich als ein motivierendes Vorbild für viele Laufanfänger dienen.

Außerdem zeigt der Film sehr schön, wie zusätzlich zu dem Körper, der in Form gebracht wird, auch mental eine Einstellungsänderung durch das fokussierte Training auf ein sportliches Ziel zu Stande kommt. Betrachtet man die Ausstrahlung von Alex Vero muss man fast zu dem Schluss kommen, dass er trotz all der Anstrengungen durch das Laufen zu einem zufriedeneren Menschen geworden ist.

Allgemein steht der Sportler ja immer wieder vor der Herausforderung sein Tun sinnhaft zu deuten, was in der Frage: „warum tue ich mir das überhaupt an?“, deutlich zum Ausdruck kommt. Dies gelingt bei vielen Läufern immer wieder erfolgreich, andernfalls würden sie ja ganz einfach mit dem Laufen aufhören, und meiner Meinung nach vor allem aus zwei Gründen. Eine Erklärung ist denke ich, dass das Laufen eine optimale Arena bietet, um die mentale Herausforderung körperlicher Erschöpfung zu meistern, was den Läufer auch mental wachsen lässt. Außerdem ist die Zielfokussierung auf die nächste große Herausforderung (z.B. einen Marathon) entscheidend, um dem Trainingsalltag einen Sinn zu geben.

Alex Vero´s Film bleibt nicht auf der individuellen Ebene seiner Person, sondern bezieht geschickt die Lebensgeschichten des äthiopischen Läufers Mengsitu Abebe und des britischen Nachwuchsläufers Ben Moreau mit ein und gibt dabei einen erhellenden Einblick in die (Lauf-) Kulturen der beiden Länder. Um diese beiden Protagonisten entfaltet sich dann auch ein zweiter Erzählstrang in dem Film.

Da der Film in sieben verschiedenen Ländern gedreht wurde gibt es sehr unterschiedliche Landschaftsaufnahmen z.B. im Rift Valley, in den Alpen und auf Lanzarote, die die Schönheit des Laufens in der Natur zeigen.

Alles in allem ein sehr gelungener Lauffilm, der es schafft die Faszination des Laufsports zu vermitteln und motiviert mal wieder selbst die Laufschuhe zu schnüren.

Wer Interesse hat kann den Film auf Alex Vero´s Website bestellen. Eine Übersicht über weitere interessante Lauffilme gibt es unter http://www.runningmovies.com/category/documentary.htm

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Veröffentlich am: Januar 9, 2013