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Laktatmessung

Laktatmessung eines Leistungsläufers nach einem 1.500-m-Vor und -Endlauf.

Laktatmessung eines Leistungsläufers nach einem 1.500-m-Vor und -Endlauf.

Laktatmessung zur Leistungsdiagnostik:

Laktatmessung wird im professionellen Leistungssport zur individuellen Leistungsbestimmung eines Sportlers eingesetzt. Bei einer Laufbelastung über 80% der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2 max) beginnt auch bei guten Läufern die Laktatbildung. Bei Untrainierten oder Gelegenheitsläufern wird schon bei niedrigerer Laufgeschwindigkeit (<  60% der VO2 max) Laktat gebildet. Die Laktatmessung erfolgt über das Ohrkapillarblut. Die Geschwindigkeit des Laktatabbaus hängt vom Trainingszustand ab. Beispielsweise kann ein professioneller Läufer pro Minute Erholung 0,5 mmol/l Laktat abbauen, ein Jogger dagegen nur 0,3 mmol/l in der Minute. Je niedriger der Leistungsstand ist desto mehr Zeit wird zum Abbau des Laktats benötigt. Bei lang andauernder Belastung befinden sich Bildung und Abbau des Laktats meist in einem Gleichgewichtszustand (Steady State).

Laktatstufentests:

Das Erfassen des Niveaus der aeroben Leistungsfähigkeit ist ein zentrales Ziel in der Trainingssteuerung. Die aerobe Leistungsfähigkeit wird überwiegend mit Stufentests auf dem Laufband oder auf der 400-m- Bahn überprüft. Das diagnostische Kriterium ist dabei die erreichte Geschwindigkeit (m/s oder km/h) bei einer bestimmten Laktatkonzentration. Die Geschwindigkeitsempfehlungen für das Lauftraining für bestimmte Leistungs- und Anpassungsziele können von den Ergebnissen des Stufentests abgeleitet werden. Im Langstreckenlauf sind die Geschwindigkeiten bei 2 mmol/l Laktat eine wichtige Steuerungsgröße für das GA 1 und GA 2 Training.